Herbsttagung des Oberrates der Schweizerischen Vinzenzgemeinschaft in Les Pléiades am Samstag, 23. September 2017

Nach einer wunderschönen Zugfahrt treffen wir pünktlich in «Les Pléiades» ein, dem diesjährigen Veranstaltungsort der Herbsttagung. Strahlender Sonnenschein und eine atemberaubende Sicht über das Lavaux sowie den Genfersee, stimmen uns ein für den heutigen gemeinsamen Tag. Wir werden von unserem Präsidenten Markus Jungo ganz herzlich zur diesjährigen Herbsttagung begrüsst. Einen speziellen Willkommensgruss richtet er an M. Abbey, welcher den Tag mit uns verbringt.

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Nach der kurzen Begrüssung bedankt sich Markus Jungo bei Agnès Duboux und beim Ortsrat Lausanne für die Organisation der Tagung. Er wünscht allen einen ergiebigen und interessanten Austausch.

Auch Agnès Duboux begrüsst Ihrerseits alle Anwesenden und informiert sogleich über das Tagesprogramm. Francis Carrard vom Vinzenzverein Morges hält ein Referat zum Thema „Ökumene im Vinzenzverein Morges“.

In seinem Referat beginnt er mit einem kurzen geschichtlichen Rückblich bezüglich der Zusammenarbeit von Katholiken und Protestanten im Vinzenzverein Morges.

Historisch war der katholische Glaube im Kanton Waadt lange Zeit verboten. Die Gläubigen konnten Ihre Religion nur im Geheimen praktizieren. Erst 1970 wurde der katholische Glaube staatlich anerkannt. Der katholische Glaube wurde allerdings erst zu Beginn des Jahres 2000 mit dem protestantischen gleichgestellt.

Nach diesen interessanten Angaben zur Vergangenheit, kommt Francis Carrard auf die Vinzenzgemeinschaft von Morges zu sprechen. Diese wurde im Jahr 1998 gegründet. Seit ihrer Gründung haben Katholiken und Protestanten stets zusammengearbeitet, um Menschen in Not zu unterstützen.

Als eine der führenden Persönlichkeiten mit einem ausgeprägten ökumenischen Gedanken wird Roland Muggli (Diakon) zitiert. Letzterer hat sich umfassend eingesetzt für die Zusammenarbeit der beiden Glaubensgemeinschaften.

Leider besteht aktuell nur noch eine formelle Beziehung zwischen den Vertretern der reformierten und der katholischen Kirche. Dies ist vor allem auf die finanziellen Schwierigkeiten der reformierten Kirche zurückzuführen. Aufgrund der beschränkten finanziellen Ressourcen können nicht genügend Vertreter für den Austausch mit den Vertretern des katholischen Glaubens bereitgestellt werden.

Schliesslich kommt Francis Carrard auf die heutigen Einsätze der Vinzenzgemeinschaft Morges zu sprechen. Allgemein wird eine Zunahme von Gesuchen um finanzielle Unterstützung festgestellt. Nicht zuletzt wird die Vinzenzgemeinschaft Morges auch von der Sozialhilfe um Unterstützung angefragt. Um finanzielle Mittel zu erschliessen ist eine „soirée de soutien“ geplant. Die Teilnahme kostet CHF 200.- pro Person. Francis Carrard ermuntert uns alle, für diese Veranstaltung Werbung zu machen.

Bevor wir die Rückfahrt antreten, werden beim Mittagessen noch zahlreiche Gedanken ausgetauscht.

Wir wünschen allen eine gute Zeit und hoffen auf eine rege Teilnahme an der nächsten Herbsttagung.

 

Münchenbuchsee, 12. Dezember 2017, Bernhard Schneiter