Pilgerreise mit dem Zentralrat Freiburg nach Paris

Eine aussergewöhnliche Pilgerfahrt

Der Zentralrat der Vinzenzgemeinschaften Freiburg hat vor einem Jahr  eine Umfrage gemacht über das Interesse, einmal in Paris die Wirkens-Orte unserer Gründer, Frédéric Ozanam(1813-1853) und hl. Vinzenz von Paul(1581-1660), näher kennen zu lernen.

Nach Startschwierigkeiten haben sich dann aber 40 Personen zu dieser Reise entschlossen, Rund die Hälfte aus dem Sensebezirk.

Am frühen Morgen des Auffahrtstages startete unser Bus in Freiburg. Nach der Ueber- und Durch-Querung der Jura-Ketten gings über Pontarlier Richtung Paris. Bereits gegen 16 Uhr konnten wir unsere Zimmer beziehen. Zum Feiertags-Gottesdienst führte uns der Bus zur Kapelle der „Pères Du Saint Sacrement“. Wir waren beeindruckt von vielen Gläubigen aus all den verschiedenen Nationen, die aktiv am Gottesdienst mitfeierten.- Nach der Heimfahrt sind wir in einem einfachen Restaurant, in hotelnähe eingekehrt. Trotz grosser Müdigkeit lag dann aber noch ein Schlummerbecher im Hotel drin.

Der Freitag-Morgen war dann ganz der wundertätigen Medaille gewidmet. Im Mutterhaus der Vinzentinerinnen, wo im Juli 1830 die Gottesmutter der jungen Schwester Katharina Labouré erschien, schauten wir uns ein Video an über die damaligen Ereignisse. Danach besuchten wir in der Chapelle Notre Dame, nebenan einen beeindruckenden Gottesdienst. Immer wieder zog es unsere Blicke auf den reich verzierten Sarkophag mit der aufgebahrten Heiligen Katharina. 

Später war gemeinsames Mittagsmal im gewölbten Keller-Bistrot Montagne. Reichhaltiges Menu bei guter Bedienung. Dann gings zu Fuss und bei schönstem Frühlingswetter durch den riesigen Jardin du Luxembourg, vorbei am Palais du Sénat, den Blumengärten und Teichen. Am andern Parkende nahm uns der Bus wieder auf und führte uns ins Quartier Montmartre zur Basilique du Sacré Coeur. Dort geniesst man eine fantastische Aussicht auf die Riesenstadt. Eine Gruppe hat zufällig, im Dom eine eindrucksvolle Prozession miterleben dürfen.- Auch das farbenprächtige Quartier Latin mit den vielen Hobby-Künstlern, meist Maler und Gaukler hat uns sehr erfreut.

Der Samstag führte uns zu unseren Vorbildern, Frédéric Ozanam und Vinzenz von Paul. Im Couvent des Carmes durften wir von einer Historikerin eine Menge Informationen über die Geschichte Frankreichs, über Revolutionen und Religionskriege erfahren. Wir durften die verschiedenen Räume besuchen und , vor allem, die Ruhestätte unseres Gründers Frédéric Ozanam in den Katakomben.- Die Mittagsverpflegung war wieder im Bistrot Montagne vorzüglich zubereitet. Der Nachmittag war zur freien Verfügung. Eine Gruppe nützte das prächtige Wetter zu einer Schifffahrt auf der Seine, eine andere wollte doch noch das Grab des hl. Vinzenz von Paul in der Kapelle der Lazaristen besuchen. Zum Abendgottesdienst versammelten wir uns auf der Ile de la Cité und feierten die Hl. Messe mit dem Archévêque de Paris in der Basilique Notre Dame.

Die Rückfahrt am Sonntag war, ein kleiner Stau an der Schweizer Grenze ausgenommen, problemlos.

Die ganze Reise war bestens vorbereitet und organisiert. Ein grosser Dank an Xavier Maugère und seine Helfer. Xavier hat viele Jahre in Paris gewohnt. Er kennt daher die Stadt wie seine Hosentasche, wie er selber sagte. Ihm und dem Zentralrat sei gedankt für die Idee und deren Verwirklichung. Alle Teilnehmer haben nur positive Eindrücke gesammelt auf den Spuren der Gründer unserer Vinzenzgemeinschaften.

Tafers, im Mai 2016 lb.