Bericht zur Herbsttagung 2015 in Freiburg

Am 12. September 2015 fand in der Pfarrei St. Johann in Freiburg im Uechtland die ordentliche Herbsttagung des Oberrates der schweizerischen Vinzenzgemeinschaft statt. Der Anlass wurde zur vollen Zufriedenheit der anwesenden vom Zentralrat Freiburg organisiert. Eingeladen waren die Delegierten der Generalversammlung und die Präsidenten der französisch sprachigen Konferenzen. Damit wurden die Verhandlungen für einmal in der französischen Sprache geführt. Die beiden Themen «Suche nach einem Delegierten für den UNO-Menschenrechtsrat» und der «Gedankenaustausch» zwischen den beiden Zentralräten Freiburg und Lausanne standen im Vordergrund. Im kultureller Teil der Tagung konnten wir Strohatelier in Rechthalten besuchen. In diesem Atelier werden Hüte und Accessoires für die Trachten in der ganzen Schweiz angefertigt. Zu diesem interessanten Tagesprogramm haben sich um die 20 Mitglieder eingefunden.


Die Suche nach einem Delegierten für den UNO-Menschenrechtsrat gestaltet sich eher schwierig. Unter Anderem wurde angeregt, die Suche auf zurücktretenden Parlamentarier auszuweiten. Ansonsten wurden keine konkreten Vorschläge eingebracht.


Im Gedankenaustausch zwischen den beiden Zentralräten entwickelte sich eine rege Diskussion. Aus Lausanne war zu hören dass eine enge Zusammenarbeit mit der «Pastorale œcuménique dans le monde du travail» besteht. Weiter wurde über den «Sonntäglichen Mittagstisch» berichtet der in Zusammenarbeit mit den Pfarreien angeboten wird. Im südlichen Teil des Kantons Freiburg sind seit kurzem in jeder Pfarrei respektive Seelsorgeeinheit Vinzentinerinnen und Vinzentiner am Werk. Dabei spielt die Konferenz in Bulle eine wichtige Rolle. Sie dient nämlich als Zentrale für die Antennen in den Pfarreien in denen keine selbständige VIKO aufgebaut werden konnte. Damit kein Missbrauch und kein Betteltourismus entstehen kann, wurde eine enge Zusammenarbeit mit den anderen Hilfswerken vor Ort aufgebaut. Als Grundsatz gilt: Wer als erstes Hilfswerk einmal geholfen hat soll bei Bedarf die Bedürftigen weiter begleiten. Die andern Hilfswerke helfen aber unterstützend. 


Es bleibt zu hoffen, dass die diskutierten Arbeitsweisen hinausgetragen werden und die Konferenzen vor Ort zu neuen Aktionen angeregt werden.

 Markus Jungo