Bericht von der Generalversammlung 2016 des Oberrates der Schweizerischen Vinzenzgemeinschaft in Olten

Sie ist Gold wert – die Freiwilligenarbeit der Vinzentiner und Vinzentinerinnen – und sie tut allen gut!

Dies war der Haupttenor an der Delegiertenversammlung 2016 des Oberrates der Schweizerischen Vinzenzgemeinschaft in Olten. Die Schweizerische Vinzenzgemeinschaft zählt rund 105 Einzelvereine mit rund 900 Mitgliedern, die vielfältige Aufgaben im Dienste von notleidenden jungen und älteren Personen wahrnehmen. Es wurden zudem insgesamt 1,3 Millionen Franken Kostenbeiträge an bedürftige Familien und Einzelpersonen gewährt, wofür vor allem den treuen Spendern, auch jenen des Oberrates, herzlich gedankt wurde. Die aktiven Mitglieder der Vinzenzvereine engagieren sich Jahr für Jahr ehrenamtlich, erbringen bedeutende Eigenleistungen, so dass der Verwaltungsaufwand der Vereine mit rund 1,75 Prozent der Gesamtausgaben relativ gering ist. Anlässlich der diesjährigen Hauptversammlung wurde der Vorstand für die neue Amtsperiode 2017-2019 bestimmt und der neue Faltprospekt des Oberrates genehmigt. Die Kernbotschaft lautet: Wir Vinzentiner und Vinzentinerinnen helfen notleidenden Menschen schnell und diskret und wir schenken Zeit und Freude.

Verstärkter Kontakt zur Basis und gezielte Image- bzw. Identitätsförderung

Markus Jungo, Präsident des Oberrates, berichtete über die laufende Arbeit des Vorstandes und über seine Erfanrungen anlässlich der turnusgemässen Besuche von General-versammlungen des Ortsrates Deutschfreiburg und der Zentralräte Lausanne, Freiburg und St. Gallen. Erwähnenswert sind zudem die Partnerschaft mit Vilnius/Litauen, die gelungene Herbsttagung in Freiburg sowie der letztjährige internationale Erfahrungsaustausch in Lyon mit Vertretern der übrigen deutschsprachigen Ländergruppe, welche von Ehrenpräsident H.U. Gubser angeführt wurde. Der Vorstand befasste sich weiterhin mit der internen und externen Kommunikation. So wird die Homepage ein neues Gesicht erhalten; für die periodische Information der Mitglieder wird das neue Medium „Der Vinzentiner“ zweimal jährlich eingesetzt und mit dem neuen Flyer will man dazu beitragen, dass künftighin der Einsatz der Vinzentiner und Vinzentinerinnen besser wahrgenommen wird.

Die anwesenden Delegierten orientierten ihrerseits über die wichtigsten Aktivitäten: Anita Mächler, Präsidentin des Zentralrates Zürich, dem 18 Konferenzen mit rund 80 freiwilligen Mithelfenden angeschlossen sind, erwähnte eine erfolgreiche PR-Aktion in der Zürichsee-Zeitung. Annemarie Bucher, Präsidentin des Zentralrates der Stadt St. Gallen und Umgebung gab bekannt, dass sich 9 Konferenzen mit rund 50 Mitgliedern für Notleidende Zeit genommen haben. Sie wird ihr Amt an Herrn Hans-Jörg Gulde weitergeben. Paul Jung, Vertreter der Romandie, teilte mit, dass der Zentralrat Lausanne und Umgebung zehn Vikos umfasst und in der Person von Jacques Aenishänslin einen neuen Präsidenten erhalten hat. Das Viko-SoLa 2015 (Ferienlager für Jugendliche) sowie der Viko-Brunch waren zwei Höhepunkte der Vinzenzgemeinschaft Basel berichtete deren Zentralpräsident J.M. Jeannin. Der ZR Tessin umfasst gemäss Hugo Elsener, Vertreter der italienischen Schweiz, 11 Vikos mit und rund 135 aktiven Mitgliedern. Die vereinseigene Zeitung „ La San Vincenzo in Ticino“ vermittelt einen wertvollen Einblick in das vielfältige Wirken im Tessin. Im Berichtsjahr waren auch die rund 32 Vinzenzvereine im Kanton Freiburg (16 in Deutschfreiburg, 6 in der Stadt Freiburg und zehn im übrigen Kantonsteil) sehr aktiv und sie investierten viel Sozialzeit aus Nächstenliebe und Freundschaft. Die Wesensmerkmale einer lebendigen Vinzenzgemeinschaft: „So gut wir Kirche – so gut wie Staat – so gut wie Nächstenliebe“  gelten auch weiterhin und kennzeichnen die grosse Rolle der Schweizerischen Vinzenzgemeinschaft auf’s Beste.

Erwin Götschmann