Stille Nacht

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Weihnachten ist für viele Menschen der Endpunkt einer hektischen Zeit. Geschenke kaufen, Guezli backen, Weihnachtsessen und Besinnungen besuchen – für viele bleibt wenig Raum für Stille, Betrachtung,

Bei-sich-sein.

Geschenke können aber auch anders aussehen – viele Hilfswerke bieten an, dass man Menschen etwa in Afrika ein paar Hühner, eine Ziege oder etwas Ähnliches schenken kann. Dies mit einer Spende im Namen der Person, die wir beschenken möchten. Dieses Geschenk ist im wahrsten Sinn lebensspendend und mit wenig Aufwand erhältlich. Man kann sich an Weihnachtsessen für Randständige beteiligen und diese finanziell oder auch ganz handfest durch Arbeitseinsatz unterstützen. Dies sind Wege, sich dem Sinn von Weihnachten anzunähern; ohne grossen Stress. 

Liebevoll mit sich selbst sein 

Es heisst ja, dass man den Nächsten lieben soll wie sich selbst.  Die beiden Teile müssen im Gleichgewicht bleiben.
Wie viel Fürsorge wenden Sie in dieser Zeit, im ganzen Jahr, sich selbst zu? Wie viel Raum für Erholung, neue Erlebnisse gestehen Sie sich zu? Wo bleiben Ihre tiefsten Wünsche – kennen Sie sie überhaupt? Der Engelsgesang, den die Hirten auf dem Feld nach der Geburt Jesu erlebten, meint nicht nur den Frieden für „die Welt“, sondern auch für jeden und jede von uns.

Vielleicht nehmen Sie sich regelmässig Zeit für einen Spaziergang – allein oder mit einem nahen Menschen. Oder Sie entspannen mit einer Massage, einem Bad. Sie geniessen ein Konzert, einen Museumsbesuch, schmökern im Buchladen nach einem Buch, das Ihnen gefällt, gehen wieder einmal ins Kino? Oder Sie gönnen sich einen ganzen Tag ohne jedes Programm mit Ausschlafen, Nichtstun, beziehungsweise das, was Ihnen dann guttut?

Was lässt den Frieden in Ihrem Leben wachsen? Vielleicht auch ein Seelsorgegespräch, eine Roratemesse. Oder Sie besuchen einen Kurs in einem Bildungshaus zu Meditation, Schweigen und Gebet, Malen, Heilfasten, Wandern – je nach Wunsch.  Im Internet finden Sie ein reiches Angebot. Es tut auch gut, den Ort zu wechseln, auszusteigen für ein paar Tage, neuen Menschen zu begegnen und sich selbst.

Nicht wenige Menschen fürchten sich vor den Weihnachtstagen. Sie sind allein und das Alleinsein bedrückt sie. Auch hier bieten Bildungshäuser und Klöster Konzerte, feines Essen, Gottesdienste und Gemeinschaft mit Gleichgesinnten an.

Sie entscheiden, was Frieden wachsen lässt ich Ihrem Leben.
Ihnen allen eine gesegnete Weihnacht


St. Gallen, im November 2018 von Christiane Faschon