Aktuelles im Juni 2019

Genf: Rechte für behinderte Menschen

Vom 11. März bis 5 April hat in Genf die 21. Session für die Rechte behinderter Menschen stattgefunden. Sœur Monique FdlC und Marie-Françoise Salesiani-Payet SSVP vertreten seit Jahren die französischen Vinzenzkonferenzen bei diesen Sitzungen der UNO.

Des artistes trisomiques devant l’immeuble des Nations Unies à Genève, le 21 mars 2019.

Des artistes trisomiques devant l’immeuble
des Nations Unies à Genève, le 21 mars 2019.

Am 21. März – das Datum verweist auf Trisomie 21 - traten dann Gruppen von Kindern und Jugendlichen mit Einschränkungen unter den Fahnen des Palais des Nations auf. Sie sprühten vor Lebensfreude und einige junge Musiker und Musikerinnen spielten spontan auf. 

Es ging dabei darum zu zeigen, dass sich der Blick auf diese Menschen ändern muss! Heute werden immer mehr vorgeburtliche Tests angeboten; dies führt dazu, dass Kinder mit Trisomie 21 oft gar nicht mehr geboren werden. Ja, sie haben ein Chromosom mehr – ein Chromosom der Liebe. Was zudem gern vergessen wird: Es gibt eine grosse Bandbreite an Lebensmöglichkeiten für sie.

Tirol: Studentenverbindungen helfen

Die Vinzenzgemeinschaften der Leopoldina und der Raeto Bavaria arbeiten im Tirol.

Die Vinzenzgemeinschaft der Raeto Bavaria

Die Vinzenzgemeinschaft der Raeto Bavaria

Der Sitz der Studenten-Verbindungen und auch deren Engagement-Mittelpunkt ist Innsbruck. So werden Ausflüge mit alten Menschen ins Ober- oder Unterland veranstaltet. Dazu kommen Weihnachtsaktionen etwa für hilfsbedürftige Menschen in der Teestube Innsbruck etc.

Diese Vinzenzgemeinschaften sprechen Studenten und ältere Mitglieder der Verbindungen an. Die Akteure sollen ein «Soziales Gefühl» für die schwachen und hilfsbedürftigen Menschen bekommen. Dies ist eine Lebensschule, ein Augenöffner, wie er der Intention Vinzenz von Paul’ entspricht. In den Verbindungen sind die Männer unter sich. Doch bei der Mitarbeit sind Frauen durchaus erwünscht.

Frankreich: Theaterbesuch für Menschen am Rand

Die Vinzenzkonferenz von Saint Avé F ermöglichte mehr als 70 einsamen, kranken und behinderten Menschen einen Theaterbesuch. Freiwillige führten dabei das Stück «Die Passion Christi» auf. Ihre schauspielerische Leistung, aber auch die Kostüme und das Bühnenbild wurden sehr gerühmt.

Cécile beschreibt es so: Es war ein wunderbares Stück. Die Schauspieler und Schauspielerinnen boten ein ausserordentliches Spiel dar, und das drei Stunden lang. Man war von Anfang bis Ende mit dabei. Viele hatten sogar Tränen in den Augen und haben geweint, so ergreifend war es.

Die Aufführung war ein grosses Ereignis für die Freiwilligen und für die begleitenden Freunde und Freundinnen der Menschen am Rande der Gesellschaft.

 
St. Gallen, Ende Mai 2019 von Christiane Faschon

Aktuelles im Mai 2019

Handfeste Nächstenliebe

Vinzenz, 1581 in Frankreich geboren, stammte aus einer armen Bauernfamilie. Sein Ziel war eigentlich eine Karriere mit einem entsprechenden Einkommen. Er wurde Priester und das mit 19 Jahren! Doch dann änderte sich sein Leben. Zuerst geriet er für zwei Jahre in die Gefangenschaft von Seeräubern. Nach seiner Flucht legte ein Bauer bei ihm die Lebensbeichte ab. Vinzenz war erschüttert über die seelische und geistliche Verarmung der Land-Bevölkerung.

 Um Abhilfe zu schaffen gründete Vinzenz 1625 die Congregatio Missionis (Lazaristen). Der Orden engagierte sich in der Seelsorge auf dem Land. Danach kam die Priesterausbildung dazu. Weiter dehnte man die Arbeit auf die Galeerensträflinge und andere Gefangene aus. Dabei stand neben der Seelsorge auch die Erleichterung der Haftbedingungen. Vinzenz besuchte viele Gefangene persönlich!

 1617 weihte Vinzenz sein ganzes Leben den Armen mit dem Motto Lieben wir Gott - aber auf Kosten unserer Arme und im Schweisse unseres Angesichts. Mitgefühl und Erbarmen waren für ihn das innerste Geheimnis Gottes; und diese wollte er wirksam werden lassen.

Nächstenliebe mit Kompetenz

Vinzenz gründete viele soziale Einrichtungen, etwa zusammen mit der Witwe Louise de Marillac die Töchter der christlichen Liebe (Vinzentinerinnen). Diese waren etwas Neues: Die Frauen gingen in einer einfachen Landfrauentracht von Haus zu Haus und pflegten kranke und alte Menschen. Ausserdem stiftete er Einrichtungen für Waisenkinder, stand Flüchtlingen und Verwundeten bei. Immer ging es auch um kompetente organisierte Hilfe!

 Als Vinzenz am 27. September 1660 mit 79 Jahren starb, hatte er ein fast übermenschliches Lebenswerk vollbracht. Hunderttausenden von Menschen war er beigestanden, viele verdankten ihm ihr Leben.

Er wurde 1729 selig und 1737 heiliggesprochen Papst Leo XIII. erhob ihn 1855 zum Patron der Nächstenliebe und Schutzpatron aller caritativen Vereine. Sein Grab befindet sich in der Kapelle des Mutterhauses der Vinzentiner in der Rue de Sérves in Paris.

Vinzenz von Paul und Frédéric Ozanam (by cmglobal.org)

Vinzenz von Paul und Frédéric Ozanam (by cmglobal.org)

Frédéric Ozanam wählte Vinzenz von Paul zum Patron für sein Werk der Nächstenliebe; die Zusammenkünfte der Studenten, bei denen die Hilfe für die Armen geplant wurde, gab er den Namen Vinzenzkonferenz.

 Die Ausstrahlung von Vinzenz von Paul hält bis heute an. Die verschiedenen Zweige des Werks wie Priester, Brüder, Schwestern und Laien arbeiten bis heute nach seinem Vorbild für und mit den Armen.

  

St. Gallen, Ende April 2019 von Christiane Faschon

Aktuelles im April 2019

Frankreich: Mit Gebet und Führung durch den HL. Geist

Die Vinzentiner und Vinzentinerinnen glauben an die Kraft des Gebetes und daran,  dass der HL. Geist die Gläubigen leitet. ER trägt durchs ganze Leben und begleitet uns auch durch den Tod in die Gemeinschaft mit Gott. Der Geist hilft, dass Jesus in uns leben und uns seine Liebe erweisen kann.

Das Gebet trägt und unterstützt auch den Einsatz für die Armen. Es ist eine weitere Seite der Arbeit. Jeden Monat schlägt die SSVP deshalb ein neues Gebet im Internet vor *). In Frankreich engagieren sich bereits 42'000 Beter und Beterinnen an diesem Projekt.

 «Herr, gib uns die Kraft aus der Liebe zu leben und ein persönliches Zeugnis zu sein für alle Menschen, denen wir begegnen, sei es in den Begegnungsorten oder auch bei den Besuchen.»
*) https://www.ssvp.fr/nous-soutenir/soutenir-priere

Österreich: Besuche im Heim

Das Haus St. Josef ist ein Senioren-
und Pflegeheim in Innsbruck und wurde vom Zentralrat der Vinzenzgemeinschaften in Tirol und von der Caritas gestiftet.

St.Josef Heim Innsbruck

St.Josef Heim Innsbruck

Es gibt hier viele Hausbewohner, die kaum Besuche erhalten. Sie sind einsam und brauchen kleine Hilfen. Die Mitglieder der Vinzenzgemeinschaft wollen den Heimbewohnern Begleiter und Helfer sein und ihnen ihre Zeit schenken. Darunter fallen u.a. Besuchsdienste, Spaziergänge, Begleitung zum Gottesdienst oder Ausflüge.

 

Deutschland: Freiwilligen-Zentrum Augsburg

Das Zentrum Augsburg fördert seit über 10 Jahren das Jugendengagement. Jährlich können sich hier über 450 Jugendliche im Alter von 13 – 16 Jahren in den Bereichen Soziales, Umwelt, Kirche, Bildung, Eine Welt, Kultur, usw. in einem Schnuppereinsatz engagieren. Zur Weiterarbeit wurde das neue Projekt gestartet. Es bietet Einstiegsmöglichkeiten und längere Engagements im Bereich der Kranken-, Alten- und Behindertenhilfe. Jeder Einsatz dauert 40 Stunden.

Partner sind die Klinik Vincentinum und das Caritas-Seniorenzentrum St. Raphael. In der Klinik engagierten sich sechs  junge Erwachsene in der Pflege sowie bei der Haustechnik. In St. Raphael arbeiteten zehn Jugendliche in der Pflege und Betreuung der Bewohner und Bewohnerinnen.

Mit dem St. Vinzenz-Hospiz und dem Zentralklinikum Augsburg sollen weitere Partner dazu kommen. Das Projekt soll zudem systematischer geplant und angegangen, sowie mit der Zivilgesellschaft vernetzt werden.

St. Gallen, Ende März 2019 von Christiane Faschon

Ein Dorf für Hilfesuchende

Kath. Pfarrkirche hl. Vinzenz in Graz, Lilienthalgasse. Die caritativen Einrichtungen  "Vinzitel" und "Vinzihaus" am Schutzengelplatz - © Robert Kropf (CC BY-SA 4.0)

Kath. Pfarrkirche hl. Vinzenz in Graz, Lilienthalgasse. Die caritativen Einrichtungen
"Vinzitel" und "Vinzihaus" am Schutzengelplatz - © Robert Kropf (CC BY-SA 4.0)

Im VinziHaus Graz (Ö) läuft die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Fundraising und Freiwilligenkoordination zusammen. Das Büro ist Anlaufstelle für Hilfesuchende, die hier oder bei anderen Einrichtungen Hilfe finden können. Ausserdem werden schwer vermittelbare Menschen in einigen Wohnungen der Vinzenzgemeinschaft untergebracht und betreut.

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Das VinziDorf feierte 2018 sein 25-jähriges Jubiläum.

Die Schriftstellerin Andrea Sailer erarbeitete dazu gemeinsam mit Bewohnern und Bewohnerinnen Texte, die unter die Haut gehen; das Fotografinnenkollektiv FOREM gestaltete den Bildband.
Der Reinerlös kommt zu 100 Prozent der Einrichtung und seinen Bewohnern zu Gute.

Titel: „verloren war ich eh schon so lang“.

Preis: Soft-Cover 14,90 Euro/Hard-Cover: 19,90 Euro.   Erhältlich im VinziDorf und ausgewählten Buchhandlungen.  Informationen unter + 43 (0) 316 / 58 58 03.

Preis: Soft-Cover 14,90 Euro/Hard-Cover: 19,90 Euro.
Erhältlich im VinziDorf und ausgewählten Buchhandlungen.
Informationen unter + 43 (0) 316 / 58 58 03.

Klare Sicht mit Hindernissen

Viele Menschen sehen nicht ausreichend. Doch für Menschen mit geringem Einkommen ist es belastend oder sogar unmöglich, eine Brille zu bezahlen. Der bürokratische Weg zur klaren Sicht ist nicht selten langwierig und kompliziert. Die Vinzenz-Konferenzen im Erzbistum Paderborn D gewähren darum mit Unterstützung der Vinzentinischen Stiftung und dem Sonderfonds für armutsorientierte Projekte des Erzbischofs in Einzelfällen Zuschüsse für Menschen mit geringem Einkommen. 400 Brillen konnte bis jetzt so schon finanziert werden - ein Tropfen auf den heissen Stein. 

Mehr als Brot

Es gibt sie an vielen Orten in Frankreich – die wichtigsten befinden sich in Bordeaux, Nizza und Montpellier: Die französische Vinzenzgemeinschaft bietet in so genannten „sozialen Restaurants“ ein ausgewogenes Mittagessen für armutsbetroffene Menschen und Familien an. Sie können hier zu einem niedrigen Preis essen. Auch das Umfeld der Mahlzeit zeigt, dass diese Menschen wirklich willkommen sind. Diese Gaststätten entsprechen den Standards eines normalen Restaurants in Hygiene etc. und werden von Profis mit der Hilfe von Freiwilligen betrieben.

Die Vinzenzgemeinschaft in Frankreich stellt fest, dass immer mehr junge Menschenarm sind und hierher kommen, Familien mit Kindern und Migranten und Migrantinnen!

 

St. Gallen, im Februar 2019 von Christiane Faschon

La San Vincenzo in Ticino 2018

“La San Vincenzo in Ticino“ è il titolo del bollettino che, anche nel 2018, ha dato voce alle 11 Conferenze attive nel nostro territorio. La piccola pubblicazione, di appena 24 di pagine, quest’anno ha proposto spunti di riflessione sul seguente tema: i nostri giovani e la Conferenza di San Vincenzo. Non a caso, infatti, è stata scelta un’immagine di copertina riproducente il dipinto di E. Nolde, ispirato al noto episodio evangelico dal titolo ”Gesù e i bambini”.

Gli sguardi sorridenti di tanti piccoli sono protesi verso un persona che li accoglie. In apertura, l’attenzione del lettore ha come punto focale la parola del papa Francesco che invita i giovani a fare scelte di vita all’insegna della continua ricerca della vera ricchezza, secondo l’esempio indicato da Gesù nel vangelo durante l’incontro con il giovane ricco.

“Bisogna chiedere al Padre celeste per i giovani il dono della sana inquietudine”, afferma il papa, che cita il beato Pier Giorgio Frassati come esempio di giovane impegnato a vivere, non a “vivacchiare”. La foto del papa fra i giovani offre il segno di una gioiosa complicità intergenerazionale che include gli attuali mezzi di comunicazione. Il pensiero espresso dai nostri confratelli manifesta invece qualche preoccupazione sui contatti con le nuove generazioni. Infatti nelle nostre conferenze emergono lamentele a riguardo della scarsa partecipazione dei giovani. Di fronte a questa realtà, sorge l’interrogativo su come essere adulti credibili, in grado di far germogliare e diffondere il seme della solidarietà. Sulle esperienze giovanili si è espresso un giovane degli anni `60, ricordando i bei contatti da lui avuti con una “Akademische Vinzenzkonferenz” a Basilea.

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A quel tempo la collaborazione degli studenti nell’assistenza ai ragazzi era apprezzata nelle colonie estive e durante gli eventi in parrocchia. Ora la ricerca di giovani interessati ad attività secondo lo spirito vincenziano può esser e effettuata nell’ambito di parrocchie e movimenti ecclesiali. A riguardo del “reclutamento“ di nuovi confratelli, occorre attingere agli ambienti da essi frequentati. “Tutto sta nel trovare chi sappia ispirarsi ai valori della carità e dell’altruismo”, conclude l’autore dell’articolo.

Dalle aspirazioni alla realtà di un vissuto da approfondire. Alcune immagini hanno documentato la presenza, presso il convento francescano del Bigorio, di un gruppo di vincenziani provenienti da tutto il Ticino per condividere una giornata di studio e di riflessione. L’incontro con i frati cappuccini è stato accolto come opportunità di scambio di esperienze, per rinnovare l’entusiasmo nel mettere in pratica l’insegnamento del Vangelo  sulla carità. Un bell’esempio a tale riguardo giunge dall’esperienza di un nostro vincenziano che ha visitato la chiesa dedicata a “Notre dame de France”, nel pieno centro di Londra. In questo luogo sacro i poveri trovano alloggio e rifugio sotto lo sguardo accogliente di Maria. In tale contesto le celebrazioni acquistano particolare significato. Infatti” la Madonna della consolazione e della speranza” dà concretezza ai” benefici del sacramento eucaristico”.

“I poveri sono il volto di Dio”. Da questa coraggiosa espressione, ricorrente negli scritti di Federico Ozanam, un’insegnante italiana ha proposto un testo teatrale quale testimonianza di vita, ancora attuale, del giovane Ozanam, impegnato nella ricerca della propria vocazione e di un percorso di servizio al prossimo. Il nostro bollettino rende partecipi i lettori di questa pubblicazione.

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La conoscenza di un aspetto della nostra realtà ha avuto spazio con la rubrica dedicata alla presentazione delle conferenze. Si è iniziato dalla più giovane, nata nel 2007 con la denominazione di” Conferenza di Mezzovico- Vira- Sigirino”, luoghi indicanti le realtà parrocchiali in cui questo servizio ha preso avvio. Dalla diaconia all’interno del Consiglio pastorale, l’istituzione ha ora assunto una dimensione più ampia e articolata. Un altro elemento di conoscenza è dedicato al ricordo. Un caro confratello, presidente della Conferenza di Locarno, ci ha lasciato proprio alla fine dello scorso anno. Un amico propone qualche esperienza di contatti con lui.

Una pagina è dedicata all’estratto del regolamento internazionale con il commento a cura di padre G.B. Bergesio. La parte conclusiva è dedicata al rendiconto delle attività e alle informazioni per i contatti con il Consiglio centrale e con le singole Conferenze.


www.sanvincenzoticino.ch

Gianfraco Plebani, presidente gianfranco.plebani@bluewin.ch