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Freiwilligenarbeit oder staatliche Versorgung
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Was kann Freiwilligenarbeit für den Erhalt unserer Wohlfahrt leisten? Wie viel Freiwilligenarbeit braucht ein funktionierendes Gemeinwesen und welche Rolle hat der Staat?
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Diesen Fragen ging Prof. Dr. Ueli Mäder vom Soziologischen Institut der Universität Basel nach.
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Auszüge aus dem Referat von Dr. Mäder: Der Staat ist für die Grundexistenz verantwortlich. Dies könne er niemals an private Wohltätigkeit delegieren.
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Früher lebte der Mensch in einer sozialen Zwangsgemeinschaft. Dies waren die Familien, die Verwandtschaft und die Dorfgemeinschaft. Im 19. Jh. entstanden die ersten Kinderheime und die Kinderarbeit wurde verboten.
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In der Freiwilligenarbeit kann Materielles mit Immateriellem verknüpft werden. Der Mensch kann seine spezifischen Fertigkeiten individuell einbringen. Es kommt zu einer sinnlichen Wahrnehmung durch die soziale Freiwilligenarbeit.Â
Ein Teil der Bevölkerung hat gar keine Möglichkeit Freiwilligenarbeit zu leisten. Die "Working Poor" zum Beispiel brauchten ihre ganze Energie, um überhaupt überleben zu können.
In seinem Referat zeigte Dr. Mäder anhand von Beispielen die Verzerrung der Statistik. Z.B. Die Zahl der von Armut betroffenen ist viel höher als angegeben. Das Bruttosozialprodukt hat zugenommen, deshalb stimmt die Behauptung nicht, die Ausgaben für soziale Sicherheit seien gestiegen.
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Vortrag gehalten anlässlich des 8. St. Galler Begegnungstages vom 19. Juni 2010
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